act-info-FOS Forschungsverbund stationäre Suchttherapie |
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Der Forschungsverbund stationäre Suchttherapie ist ein vom Bundesamt für Gesundheit finanziertes Projekt, in welchem die Koordinationsstelle act-info-FOS am Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung Zürich und stationäre Therapiezentren aus der gesamten Schweiz zusammengeschlossen sind. Bereits 1985 startete ein Forschungsverbund mit 4 Therapieeinrichtungen, die sich aus eigener Initiative zusammengeschlossen hatten. Weitere interessierte Einrichtungen kamen hinzu. Der Zusammenschluss ging 1995 in den Verbund FOS über und umfasste inzwischen 50 Therapiezentren. Im Jahr 1998 beteiligten sich 82 Einrichtungen. Der Verbund wurde am 1. Jan. 2003 durch den Forschungsverbund act-info-FOS abgelöst. Heute (Stand Juni 2005) umfasst act-info-FOS als Teilstatistik des Gesamtprojektes act-info 56 stationäre Suchthilfeeinrichtungen.
Die act-info-FOS-Dokumentation richtet sich an stationäre, hauptsächlich ausstiegsorientierte Einrichtungen der Schweiz, welche Therapie für Abhängige von illegalen Drogen anbieten. Das Angebot umfasst mehrheitlich Mittel- und Langzeittherapie, ausserdem einzelne teilstationäre Angebote und Einrichtungen des Massnahmenvollzugs sowie der Familienplatzierung. Nicht berücksichtigt werden Entzugs- und Übergangseinrichtungen sowie eigenständige Aussenwohngruppen. Die Zusammenarbeit der Therapiezentren mit der Koordinationsstelle ist vertraglich geregelt. Die Einrichtungen können zusätzlich an act-info-FOS-Pilot- oder Spezialprojekten teilnehmen bzw. solche anregen.
Die Angaben erfolgen gemäss InfoSet bzw. Jahresberichte der Einrichtungen
AG AR BE BL FR JU LU NE SO TG TI VD VS ZG ZH
Stand Juni 2005
Die Koordinationsstelle ist seit Sommer 1995 dem Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung Zürich angegliedert. Sie ist zuständig für die Leitung und Koordination der act-info-FOS-Forschung, die Verwaltung und Auswertung der Daten, die Interviewerschulung sowie die Rückmeldung der Forschungsergebnisse an die Therapiezentren im Rahmen von entsprechenden Veranstaltungen. Die Koordinationsstelle ist auch Ansprechstelle für Fragen der Therapiezentren im Zusammenhang mit durchgeführten Studien, mit aktuellen Anliegen wie z.B. Belegungstage von Zürcher und ausserkantonalen KlientInnen in kantonalzürcherischen Einrichtungen etc.
Eine enge Zusammenarbeit mit den Therapiezentren ist ein wichtiges Anliegen der Koordinationsstelle, ebenso wie die regelmässigen Rückmeldungen von Forschungsergebnissein an die VertreterInnen der Zentren. Dies geschieht im Rahmen von Jahresberichtssitzungen, an welchen die Gesamt- und Institutionsberichte ausgehändigt werden, und ggf. jährlichen themenspezifischen Symposien.
act-info-FOS arbeitet mit der Schweizerischen Koordinationsstelle für stationäre Therapieangebote im Drogenbereich KOSTE/COSTE (www.koste.ch) zusammen.
Kontakt:
act-info@isgf.unizh.ch
Tel. 044-448 11 64
Fax 044-448 11 70
Innerhalb der Verbandsstruktur bestehen drei Projektstufen:
Die Basisdokumentation dient der Erstellung von Statistiken zu Klientencharakteristika und -fluktuation. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die Lebenssituation und das Profil der Klientele sowie dessen Veränderungen über die Zeit hinweg (Trends). Durch die Einbettung von act-info-FOS in das Gesamtprojekt act-info BAG können Klientenprofile der verschiedenen Behandlungssettings einander gegenübergestellt und die Benutzung des Suchthilfenetzes analysiert werden.
Pilotprojekte ermöglichen die Bearbeitung spezifischer, weiterführender Fragestellungen ausgehend von der Basisdokumentation. Mit Hilfe von themen- oder behandlungsspezifischen Modulen können Fragestellungen im Rahmen einer Pilotphase angegangen werden, um später allenfalls in die Basisdokumentation einzufliessen. act-info-FOS hatte in den Jahren 2001 und 2002 den Status eines Pilotprojektes.
Spezialprojekte behandeln spezielle Anliegen im Auftrag einzelner Einrichtungen oder Zusammenschlüssen von Einrichtungen sowie staatlicher und privater Stellen.
Die act-info-FOS-Basisdokumentation ist eine systematische und kontinuierliche Datenerhebung zur Klientele stationärer drogentherapeutischer Einrichtungen in der Schweiz. Bei Eintritt wie bei Austritt bzw. Übertritt in eine andere Behandlung werden Informationen zu verschiedenen Aspekten der Klientinnen und Klienten erfasst: soziodemografische Daten, Angaben zu Wohn-, Bildungs- und Arbeitssituation, Konsumverhalten, gesundheitliche Aspekte sowie zum rechtlichen Status. Bezogen auf act-info-FOS stehen folgende Fragestellungen im Zentrum:
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Die Datenerhebung erfolgt mittels standardisierter Fragebogen durch geschulte Mitarbeiter/innen in den Therapiezentren selber. Seit 1. Jan. 2003 kommen die act-info-Fragebogen zum Einsatz. Die Fragebogen können in drei Sprachen von www.suchtforschung.ch/fos heruntergeladen werden.
Die Koordinationsstelle von act-info-FOS hat beschlossen, die Datenerhebung ab Herbst 2004 sukzessive von Papier- auf Online-Erfassung umzustellen. Dies hat verschiedene Gründe:
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act-info-FOS hat die Firma iteam beauftragt, die spezifische Software-Lösung mit dem Namen DataPool für Online-Dateneingabe zu entwickeln.
Im Rahmen dieser Lösung werden die Fragebogen lokal in der Therapie-Einrichtung via verschlüsselte Verbindung im Webbrowser eingegeben (siehe hierzu auch den Abschnitt zu Datenschutz und Verschlüsselungsverfahren) und im Institut für Suchtforschung zentral gespeichert, verwaltet und aufbereitet. Mit DataPool werden Behandlungsepisoden für alle Klientinnen und Klienten aller act-info-FOS-Einrichtungen mit den zugehörigen ausgefüllten Fragebogen verwaltet. Die eingetroffenen Fragebogen werden sofort einem Prüfverfahren unterzogen (Validierung der Antwortdaten). Ist ein Bogen fehlerhaft, erhält die Einrichtung via Feedbackschlaufe direkt eine Rückmeldung und korrigiert den Fragebogen. Dies erhöht die Datenqualität enorm.
Die Therapieeinrichtungen können entweder ihre Fragebogen online ausfüllen oder sie über das gleiche Web-Interface auch als XML-Antwortdateien (gemäss den BAG-Spezifikationen) einspeisen. Denn DataPool versteht sich mit dem XML-Standard, der problemlos in zusätzliche Klientenverwaltungs-Softwares integriert werden kann (siehe hierzu BAG-Tagung vom 24. August 2004). Technische Anforderungen an die Therapiezentren, die online erfassen, sind lediglich: Internet Explorer ab Version 5 oder Mozilla bzw. Netscape Navigator ab Version 6.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben sich über die Hälfte der act-info-FOS-Einrichtungen - nämlich 39 Therapiezentren - für die Umstellung auf die Online-Datenerfassung mit DataPool angemeldet (Stand Juli 2004).
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1. Juli 2001 bis 31. Dez. 2002 |
Die Pilotphase mit ausgewählten FOS-Einrichtungen aus der Deutschschweiz. Die Piloteinrichtungen sind hinsichtlich Grösse, therapeutischem Konzept und weltanschaulichem Hintergrund heterogen. Zusätzlich wurden auch Nicht-FOS-Einrichtungen aus dem Kanton St. Gallen angefragt, weil in diesem Kanton gleichzeitig die Pilotphase für SAMBAD-Stellen startete und St. Gallen somit zum act-info-Pilotkanton wurde. |
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per 31. Dez. 2001 |
Zwischenbericht und Empfehlungen z.H. des Bundesamtes für Gesundheit |
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14. März 2002 |
FOS Jahresberichtssitzung in Zürich, inkl. institutionsspezifische Auswertungen der act-info-Daten; aktuelle und umfassende Informationen zum Gesamtprojekt act-info |
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16. Mai 2002 |
FOS-Jahresberichtssitzung in Lausanne |
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20. Juni 2002 |
FOS-Jahresberichtssitzung in Bellinzona |
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Ende April 2002 |
Überarbeitung des act-info-Fragebogensets gemäss den Feedbacks aus den Pilotphasen FOS, SAMBAD und SAKRAM |
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Juli 2002 |
Überarbeitung der EDV-technischen Lösung gemäss dem Feedback der SAMBAD-Piloteinrichtungen |
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31. Dez. 2002 |
Der Forschungsverbund FOS wird bis Ende Jahr weitergeführt. Ab 1. Jan. 2003 setzen die FOS-Einrichtungen ihre Klientenbefragung mit den neuen act-info-FOS-Fragebogen fort. Ziel ist die Etablierung eines reibungslosen Einsatzes der neuen Fragebogen. |
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1. Jan. 2003 |
Alle FOS-Einrichtungen erheben die Klientendaten mit dem act-info-FOS-Fragebogen. |
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20. März 2003 |
FOS Jahresberichtssitzung in Zürich |
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24. April 2003 |
FOS Jahresberichtssitzung in Lausanne |
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21. Mai 2003 |
FOS Jahresberichtssitzung in Bellinzona |
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Herbst 2003 |
Beginn mit Vorarbeiten zum Übergang zur elektronischen Datenerhebung direkt in den Therapiezentren |
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Jan. 2004 |
Die Koordinationsstelle act-info-FOS entscheidet sich für die Entwicklung einer Online-Lösung, die den Therapiezentren kostenlos angeboten werden kann. Die Verwendung bestehender käuflich erwerbbarer Software-Varianten steht den Zentren jedoch frei. act-info-FOS beauftragt die Firma iteam mit der Erarbeitung der Software DataPool |
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18. März 2004 |
act-info-FOS-Jahresberichtssitzung in Zürich; erstmals gesamtschweizerische Auswertung der act-info-FOS-Daten aufgrund der act-info-Fragebogen |
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31. März 2004 |
act-info-FOS-Jahresberichtssitzung in Lausanne |
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22. April 2004 |
act-info-FOS-Jahresberichtssitzung in Bellinzona |
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Mai 2004 |
Neue Verträge mit den act-info-FOS-Zentren |
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1. Juli 2004 |
Zur sicheren und erleichterten Erstellung des Klientencodes stellt act-info-FOS eine schlichte Software zur Verfügung (act-info Code Generator), das von der Website heruntergeladen und lokal installiert werden kann. |
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16. August 2004 |
Start der Pilotphase (Deutschschweiz) für Online-Dateneingabe |
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24. August 2004 |
Tagung der Gesamtleitung für KKBS-Mitglieder und EinrichtungsvertreterInnen “act-info 2004 konkret: Stand der Umsetzung und Perspektiven”. Informationen der Teilstatistiken und Präsentation der Produkte der Softwarehersteller. |
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6. Sept. 2004 |
Start der Online-Datenerhebung bei allen act-info-FOS-Zentren, die sich dazu bereit erklären. Eine Erhebung mit Papierversion ist weiterhin möglich. |
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Frühjahr |
Auswertungen und Informationsrückfluss der Klientendaten 2004 an die beteiligten act-info-FOS-Einrichtungen in ähnlichen Strukturen wie bisher. |
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